1.2 Für die Kumite-Wettbewerbe werden die Startlinien für die beiden Kämpfer durch zwei ca. 1 Meter lange Linien markiert, die parallel verlaufend 3 Meter voneinander entfernt sind, senkrecht zur Frontseite der Kampffläche.
1.3 Der Ausgangspunkt für die Kata-Vorführungen (Startkreuz, Startlinie) soll gut sichtbar auf der Mittellinie der Kampffläche markiert sein. Die Länge der Startlinie oder des Startkreuzes soll ca. 50 cm betragen. Wird nach dem Flaggensystem gewertet, so sollen die beiden Startpunkte 4 Meter auseinander liegen.
1.4 Für Wettbewerbe im Jiyu-Ippon Kumite und im Kihon Ippon Kumite wird die Größe der Kampffläche auf 5 x 5 Meter festgelegt, die Startlinien der Kämpfer liegen 1 Meter auseinander.
2.2 Die Gürtelfarbe muß dem zuletzt erworbenen Grad entsprechen, zusätzlich tragen beide Kämpfer Wettkampfgürtel (aka = rot, shiro = weiß).
2.3 Fuß- und Fingernägel müssen kurz
geschnitten sein, metallische Gegenstände (Ringe, Ohr- und. Nasenstecker,
Kettchen, Haarspangen usw.) sowie Bänder oder Uhren und andere, nicht
zur Bekleidung gehörende Gegenstände, von denen eine Verletzungsgefahr
ausgehen kann, müssen vor dem Kampf abgelegt werden.
Kieferorthopädische Regulierungsgeräte (Zahnspangen, Brackets etc.)
müssen vom Zahnschutz abgedeckt sein.
Frauen tragen ein weißes T-Shirt unter dem Karategi.
2.4 Die Haare müssen so getragen werden, dass der Wettkämpfer in der Sicht nicht behindert wird. Dazu verwendete Hilfsmittel (Haarband, Haargummi, Haarnetz) müssen unauffällig gefärbt sei, dürfen das Sichtfeld nicht einschränken und die Ohren nicht bedecken.
2.5 Das Tragen von Brillen, auch Sportbrillen, ist im Kumite grundsätzlich verboten. Ausnahmen regelt die Sportordnung. Weiche Kontaktlinsen können auf eigene Gefahr getragen werden.
2.6 Das Tragen von Zahnschutz ist erlaubt und kann durch die Ausschreibung
vorgeschrieben werden, ebenfalls der Tiefschutz bei Männern bzw. der Brustschutz
bei Frauen Der Zahnschutz muss unauffällig gefärbt sein (weiß, farblos,
fleischfarben).
Sonstige Schützer (Faust-, Ellenbogen-
und. Schienbeinschützer) dürfen nicht getragen werden. Vom Wettkampfarzt
auf Grund von Verletzungen am Wettkampftag angelegte Bandagen und Verbände
bedürfen der Genehmigung durch die Wettkampfleitung.
3.2 Bei formalen Fehlentscheidungen der Kampfrichter gegen die Turnierordnung kann durch den Betreuer des Kämpfers beim KR-Obmann oder der Wettkampfleitung bzw. dem Kampfrichterreferenten Protest eingelegt werden. Wettkämpfer dürfen nicht persönlich gegen KR-Entscheidungen protestieren.
Jugendliche Karateka bis 17 Jahre dürfen nur mit schriftlicher Erlaubnis der Erziehungsberechtigten an Meisterschaften teilnehmen. Bei Jugendlichen bis 14 Jahre kann diese Erlaubnis das Tragen einer Sportbrille einschließen.
Wird eine Situation durch die Regeln der Turnierordnung nicht erfaßt oder bestehen Zweifel über die Anwendbarkeit dieser Ordnung auf die Situation, so haben die Kampfrichter oder die Wettkampfleitung/Kampfrichterreferent im Sinne des Karate Do eine gemeinsame Lösung zu finden oder den Fall zu entscheiden.
Die Turnierordnung des DJKB e.V. trat mit Wirkung vom 5.4.94 in Kraft.
Im August 1999 wurde sie ergänzt durch die Regeln für Jiyu-Ippon Kumite und Kihon-Ippon Kumite.
Im April 2002 wurde sie ergänzt durch die Regeln für Mubobi im Kumite-Shiai und es erfolgten einige redaktionelle Änderungen.
Im März 2003 erfolgten Ergänzungen bei den allgemeinen Regelungen, beim Jiyu- und Kihon-Ippon Kumite.
Im August 2005 erfolgten Ergänzungen bei den allgemeinen Regelungen.
1.1 Ausrüstung an der Kampffläche
1.2 Zeitnehmer
Der Zeitnehmer ist für die genaue Einhaltung
der angesetzten Kampfdauer verantwortlich. Ausschließlich seine
Zeitnahme zählt. Er startet die Kampfzeit beim letzten Wort der
Kampferöffnung durch den HKR "Shobu lppon Hajime". Er unterbricht
die Kampfzeit beim "Yame" des HKR und startet erneut nach dem Kommando
"Tsuzukete Hajime". Der Zeitnehmer kündet die letzten 30 Sekunden
Kampfzeit durch ein Signal (Gong) an, der HKR verkündet "Ato-shibaraku".
Nach Ablauf der festgelegten Kampfzeit betätigt er sofort den Gong
(2x) oder gibt ein entsprechendes Signal, das sich von Ato-shibaraku unterscheiden
muß.
1.3 Listenführer
Der Listenführer ist für eine einwandfreie
Listenführung verantwortlich. Er trägt die Namen der Teilnehmer,
Wertungen und Strafen sorgfältig und sauber in die vorgesehenen Wettkampflisten
ein. Bei Mannschaftskämpfen wertet er die Listen sofort nach Kampfende
zur Siegerbestimmung aus und legt die Liste dem KRO und dem HKR zur Kontrolle
und Bekanntgabe des Urteils vor.
2.1 Folgende Wettkampfformen sind möglich:
2.2 Der Einzelkampf
Der Einzelkampf wird durch SHOBU-IPPON entschieden. Der Kampf ist vorzeitig beendet, wenn AKA oder SHIRO einen Ippon oder zwei Wazaari (Awazete Ippon) erreicht hat.
2.3 Der Mannschaftskampf
Eine Mannschaft besteht aus mindestens drei Kämpfern. Der Veranstalter legt die Anzahl der Kämpfer (ungerade Zahl) in der Ausschreibung fest. Der Mannschaftsführer hat rechtzeitig vor dem Aufruf der Mannschaften die Aufstellung seiner Mannschaft dem Listenführer/Kampfgericht bekanntzugeben. Die Aufstellung ist dann für diesen Kampf verbindlich und kann erst für die folgenden Runde geändert werden.
3.2 Auf das Kommando "Yame" kehren sie auf ihre Ausgangslinie zurück und erwarten die Anweisungen des HKR.
3.3 Die Kampfleitung obliegt alleine dem Hauptkampfrichter.
3.4 Verlassen der Kampffläche
Kein Kämpfer darf die Kampffläche während
des Kampfes verlassen. Auch in begründeten Fällen (z.B. Gi-Wechsel,
medizinische Versorgung) bedarf dies der Genehmigung durch den HKR.
Tritt ein Kämpfer im Kampfverlauf aus der Kampffläche, unterbricht
der HKR den Kampf und mahnt "Jogai" an. Techniken eines außenstehenden
Kämpfers werden nicht gewertet, Techniken des innerhalb stehenden
Kämpfers können wertbar sein.
4.1 Ein Kampf dauert grundsätzlich 2 Minuten.
4.2 Ein Kampf kann vorzeitig beendet werden durch Sieg (Kachi), Aufgabe (Kiken) oder Disqualifikation (Hansoku).
4.3 Im Einzelwettbewerb und im Mannschaftsstichkampf kann ein Kampf verlängert werden. Die Dauer einer Verlängerung beträgt 2 Minuten. Die Verlängerung ("Saishiai") ist ein neuer Kampf, Strafen aus der normalen Kampfzeit werden nicht in die Verlängerung übernommen. Endet auch die Verlängerung einer Begegnung unentschieden, müssen die Kampfrichter über Hantei eine Entscheidung treffen.
4.4 Die Kampfzeit beginnt mit dem "Hajime" des HKR und endet mit dem zweiten Signalton des Zeitnehmers. Kampfunterbrechungen ("Yame") zählen nicht zur Kampfzeit. Wertungen können nur während der Kampfzeit erzielt werden, Strafen können während des gesamten Kampfablaufes, also auch vor und nach dem Kampf, durch den HKR verhängt werden. Dieser hat Autorität auch über das Umfeld der Kampffläche und ist für einen störungsfreien Kampfverlauf verantwortlich.
Wenn eine exakte, kraftvolle, karatemäßig ausgeführte Technik (Keri, Tsuki, Uchi) ausgeführt auf eine Zielregion, die nachfolgenden Bedingungen erfüllt:
Sieg und Niederlage werden auf der Basis von Ippon, Kiken und Hansoku vergeben. Erzielt ein Kämpfer während der regulären Kampfzeit 2 Wazaari, so werden sie als Awazete lppon gewertet und der Kampf ist beendet. Wird der Kampf nicht während der regulären Kampfzeit durch Ippon, Hansoku oder Kiken entschieden, so sollen die Kampfrichter durch "Hantei" entscheiden. Folgende Gesichtspunkte sind beim Hantei zu beachten:
Die folgenden Handlungen und Techniken sind verboten und werden bestraft:
Wir unterscheiden drei Strafstufen:
8.1 Ist ein Kämpfer im Begriff, eine Regelwidrigkeit zu begehen oder hat er sie bereits begangen, so soll der HKR ihn ermahnen.
8.2 Wiederholt der Kämpfer diese Regelwidrigkeit oder begeht einen anderen Regelverstoß, so ist er vom HKR zu verwarnen (Hansoku Chui).
8.3 Wiederholt er sein Vergehen erneut oder begeht einen anderen Regelverstoß, erfolgt die Disqualifikation (Hansoku Make).
8.4 Ein Disqualifikationssieg wird dem Gegner mit Ippon gutgeschrieben.
8.5 Die Schwere eines Regelverstoßes kann, nach Entscheidung der Kampfrichter, sofort zur Hansoku Chui Strafe oder zur Disqualifikation führen.
8.6. Bei den folgenden Verstößen ist der Kämpfer sofort zu verwarnen oder zu disqualifizieren:
Berührt ein Kämpfer durch eigenes Verschulden mit einem Körperteil den Boden ausserhalb der Kampffläche soll auf Jogai entschieden werden.
Beim zweiten Jogai wird eine Verwarnung mit Jogai-Chui ausgesprochen, beim dritten Jogai wird der Kämpfer disqualifiziert (Jogai-Hansoku).
Wenn ein Kämpfer sich selbst durch Vernachlässigung der eigenen Verteidigung in Gefahr bringt oder den Kampfgeist verliert soll auf Mubobi entschieden werden.
Beim zweiten Mubobi erfolgt eine Verwarnung mit Mubobi-Chui, beim drittenmal die Disqualifikation durch Mubobi-Hansoku.
Wird ein Kämpfer wegen Mubobi durch seinen Gegner verletzt, dann soll sowohl Mubobi als auch die entsprechende Bestrafung für den Gegner ausgesprochen werden.
11.1 Weigert sich ein Kämpfer weiter zu kämpfen, so wird er zum Verlierer erklärt (Kiken).
11.3 Können beide Kämpfer durch einen Umstand, den beide verschuldet haben, nicht weiter kämpfen, siegt der Kämpfer, der zu dem Zeitpunkt mit Wazaari führt. Bei Gleichstand entscheiden die Kampfrichter durch Hantei.
11.4 Ist ein Mannschaftskampf bereits entschieden, müssen die ausstehenden Kämpfe durchgeführt werden. Kampfverzicht oder Aufgabe ist nicht erlaubt.
Pro Kampffläche stellt der Ausrichter folgende Hilfsmittel zur Verfügung:
Der Listenführer ist verantwortlich für eine einwandfreie Listenführung, die richtige Streichung und die Addition der in die Wertung eingehenden Punkte. Er vermerkt den Namen der jeweils vorgeführten Kata in der Liste und wertet das Ergebnis später aus. Namen der Teilnehmer, Kata-Name und Punkte müssen sauber u. irrtumssicher in den dafür vorgesehenen Listen vermerkt werden.
1.3 Ansager
Bei einer Bewertung nach dem Punktsystem liest der Ansager, beginnend beim HKR, im Uhrzeigersinn die von den Kampfrichtern erteilten Punktwertungen laut und deutlich vor. Er wartet die Ermittlung der Gesamtpunktzahl ab und gibt diese bekannt.
Das Kata-Shiai kann folgendermaßen ausgetragen werden:
Grundsätzlich sollten Vorausscheidungen
im Kata-Shiai über das Flaggensystem durchgeführt werden,
ein Veranstalter/Ausrichter kann aber über die Ausschreibung die Systemwahl
auch frei gestalten.
2.1 Flaggensystem
Zwei Teilnehmer (rot und weiß) führen nach Wahl des HKR die entsprechende Kata gleichzeitig vor. Der Sieger wird direkt durch Hantei ermittelt.
2.2 Punktsystem
Die Teilnehmer führen ihre Kata nacheinander einzeln vor. Die Kampfrichter geben ihre Punktwertung direkt im Anschluß an die Vorführung ab. Sieger ist der Teilnehmer mit der höchsten Punktwertung.
2.3 Wahl der Kata / Pflichtkata
Im Flaggensystem sind Pflichtkata in Runde 1:
Heian 1-5 und Tekki 1,
in der 2. Runde: Bassai Dai, Jion, Kanku Dai,
Enpi und Hangetsu. Die jeweilige Auslosung der Pflichtkata obliegt
dem HKR. In der 3. Runde (diese ist in der Regel Finalrunde) wird
Tokui-Kata
gezeigt.
Im Punktsystem wählt der Teilnehmer in der 1. und 2. Runde seine Pflichtkata selbst aus und führt diese nach Ansage vor,
Die Wahl der Pflichtkatas oder der Pflichtkata-Gruppe kann über die Ausschreibung dem Leistungstand der Teilnehmer angepaßt werden.
2.4 Kürkata
Die Kürkata wird vom Teilnehmer selbst ausgewählt. Über die Ausschreibung kann jedoch die Wahlmöglichkeit eingegrenzt werden. Nicht die Wahl, nur die Ausführung der Kata darf auf die Punktwertung der Kampfrichter einen Einfluß haben!
2.5 Kata-Liste
Bei Wettkämpfen erfolgt die Auswahl der Kata aus dieser Liste:
Heian Shodan, Heian Nidan, Heian Sandan, Heian Yondan, Heian Godan,
Tekki Shodan, Tekki Nidan, Tekki Sandan,
Bassai Dai, Kanku Dai, Jion, Enpi, Hangetsu,
Bassai Sho, Kanku Sho, Jitte, Gankaku, Nijushiho, Chinte, Unsu, Meikyo,
Gojushiho Sho, Gojushiho Dai, Wankan
3.1 Flaggensystem
3.2 Punktsystem
Der Listenführer ist verantwortlich, daß
nach der Punktnotierung jeweils vor der Addition die höchste und
die niedrigste Wertung gestrichen werden. Nur die verbleibenden Wertungen
werden addiert.
Bei Ausführungsfehlern oder Balanceverlust müssen dem Teilnehmer - entsprechend der Schwere - Zehntelpunkte abgezogen werden. Nach einer Besprechung gibt der HKR den Punkteabzug bekannt (in der Regel zwischen 1/10 und 3/10 Punkten). Diesen Abzug muß jeder KR jetzt bei seiner Wertung berücksichtigen.
Es ist unzulässig, Pflicht- oder Kür-Kata, die als schwer und anspruchsvoll gelten, von vornherein mit einer höheren Punktzahl zu bewerten.
Bei Punktgleichstand zwischen zwei Teilnehmern wird zunächst die niedrigste, dann die höchste der gestrichenen Wertungen hinzugezählt. Ist immer noch Gleichstand, führen die Teilnehmer eine Stichkata nach eigener Wahl vor. Bei der Bewertung der Stichkata müssen die Kampfrichter eine Punktdifferenz von 1/10 Punkt einhalten.
4.2 Wenn beim Flaggensystem beide Teilnehmer die Kata abbrechen, werden beide disqualifiziert.
4.3 Kriterien zur Bewertung
Mit der Vorführung einer Kata stellt sich der Teilnehmer eine Aufgabe, die er bewältigen muß. Ist er dem Schwierigkeitsgrad der jeweils gewählten Kata und ihrer speziellen Elemente noch nicht gewachsen, so muß dies in der Punktwertung der Kampfrichter zum Ausdruck kommen. Hierzu kommen folgende Kriterien, die bei der Punktvergabe zu berücksichtigen sind:
Die Wettkampfform des Jiyu-Ippon Kumite sieht wahlweise (Ausschreibung/Kampfgericht) die folgenden Angriffstechniken vor:
Wenn durch die Ausschreibung oder das Kampfgericht nicht anders
vorgeschrieben, wählt der Angreifer aus o.g. Angriffstechniken drei
Techniken aus, davon mindestens eine Fußtechnik.
Block- und Kontertechniken können durch den Verteidiger frei gewählt werden, einer der Gegenangriffe muss mit einer Fußtechnik ausgeführt werden.
Die Maße der Kampffläche betragen 5m x 5m, die Startlinien der Kämpfer liegen 1 Meter auseinander.
3.2 Auf des HKR's Kommando "Aka kara Hajime" gehen beide in Kamae zurück.
3.4 Der Angreifer sagt seinen Angriff mit Technik und Stufe deutlich und unzweifelhaft an: "Oi Tsuki Jodan" z.B. und der Verteidiger kann jetzt seine Auslage noch einmal wechseln, er wiederholt dann unverzüglich die Ansage oder bestätigt mit "OSS". Aka sucht seine Angriffsdistanz und greift dann sofort an.
3.5 Nach jedem Angriff gehen beide Kämpfer wieder in die Ausgangsdistanz (in Shizentai) zurück und führen - nach der Vergabe der Wertung (s. 3.8) - auf das Kommando "Aka/Shiro tsuzukete" den Kampf weiter.
3.6 Erfolgt der Angriff mittels einer Fausttechnik, hält der Angreifer seine Tsuki-Technik solange gestreckt, bis der Verteidiger gekontert hat. Unvollständige und unkorrekt ausgeführte Angriffe müssen wiederholt werden, der Angreifer wird ermahnt u. ggf. bestraft.
3.7 Fußangriffe werden mit dem hinteren Bein ausgeführt und nach vorne in den Stand abgesetzt.
3.8 Unmittelbar nach der Durchführung der Technik zeigen die SKR ihre Wertungen für die Aktion an. Die Kämpfer gehen auf ihre Startposition zurück. Der HKR verkündet das Ergebnis der Wertungen und läßt den Kampf weiterlaufen.
3.9 Sind alle vorgeschriebenen Techniken von Aka und Shiro ausgeführt, entscheidet das Kampfgericht mit Hantei über den Sieg. Wertungen, Ermahnungen oder Strafen, Auftreten und Kampfgeist finden bei der Bewertung Berücksichtigung.
3.10 Im Falle eines Unentschieden hat jeder Kämpfer eine Technik seiner Wahl auszuführen, danach ist Pflichtentscheid.
4.1 Die folgenden Handlungen sind im Jiyu-Ippon Kumite verboten und werden bestraft.
In Zweifelsfällen soll der HKR Shugo und Hantei/Entscheidung durch die SKR anordnen.
Bei regelwidrigem Verhalten durch den Angreifer muss der Angriff wiederholt werden, um dem Verteidiger die Konter- und Wertungschance nicht zu nehmen.
Technikausführung (Kiai!), korrektes Auftreten der Kämpfer, Kampfgeist, Konzentration und Zanshin bilden die Basis der Bewertung.Es gelten die Wertungskriterien zur Ippon-Wertung der Turnierordnung Kumite. Bei der Bewertung von Angriff, Block und Konter ist sowohl für den Angreifer als auch für den Verteidiger von den Ippon-Kriterien auszugehen. Die Wertungen werden mit "Wazaari" angezeigt.
Weitere Maßgaben zur Bewertung:
In die Abschlußwertung der Kampfrichter gehen die jeweils
über Angriff und Konter erzielten Wertungen beider Kämpfer ein.
Im Falle von Hantei sollen auch Auftreten und Verhalten, Kampfgeist, Konzentration
und Zanshin beider Kämpfer angemessen berücksichtigt werden.
Ansonsten gelten die Regeln des Kumite Shiai.Zusatz:
Das Kihon-Ippon Kumite im JKA-Karate wird mit folgenden Angriffstechniken durchgeführt:
Die vom Angreifer einmal gewählte Auslage ist beizubehalten.
Im Falle eines Unentschieden, werden die Angriffe über die jeweils andere Angriffsseite ausgeführt.
Die Block- und Kontertechniken können vom Verteidiger frei gewählt werden, einer der Gegenangriffe muss mit einer Fußtechnik ausgeführt werden.
Nach Aufstellung und Gruß am Mattenrand betreten die Kämpfer die Kampffläche und verbeugen sich auf ein Zeichen des HKR hin. Auf das Kommando des HKR ("Aka kara, Hajime") wählt Aka die korrekte Distanz zum Gegner, geht mit Gedan Barai links/rechts in Ausgangsposition zurück, faßt den Gegner ins Auge und sagt laut seinen geplanten Angriff und die Stufe an (z.B. "Mae Geri Chudan"). Der Verteidiger wiederholt dies oder bestätigt mit "OSS". Nun erfolgt sogleich der Angriff. Nach jeder Aktion schließt der Verteidiger zu Shizentai auf und der Angreifer zieht sich in Shizentai zurück. Bei unkorrekter Distanz zwischen den Wettkämpfern kann der HKR (SKR ggf signalisieren!) beide Kämpfer auf diesen Umstand hinweisen. Der Angreifer läßt bei Faustangriffen seinen Arm solange stehen, bis der Verteidiger gekontert hat. Auch der Konter wird im Ziel fixiert (Distanzkontrolle!), danach gehen beide Kämpfer zeitgleich in Shizentai. Der Verteidiger wählt seinen Block frei, aber die Ausführung muss stark und effektiv sein. Auswahl und Zielgebiet des Gegenangriffs sind ebenfalls freigestellt, aber es darf nur eine Kontertechnik zum Einsatz kommen.
Folgende Verhaltensweisen gelten als Regelwidrigkeiten und werden angemahnt oder bestraft. Erfolgt ein Regelverstoß durch den Angreifer, ist der Angriff zu wiederholen.
Im JKA-Karate zählt Kihon-Ippon Kumite zu den grundsätzlichen, fundamentalen Übungs-formen des Karate. Auf korrekte Ausführung und richtigen Ablauf dieser Übungsform muss daher auch im Wettkampf unbedingt Wert gelegt werden.Maßgebend für die Bewertung sind karategemäßes Auftreten und Verhalten, korrekte und gut kontrollierte Technik, Kampfgeist, Konzentration und Zanshin.
Nach Durchführung aller Angriffe durch die Kämpfer bewerten die Kampfrichter die Aktionen von Aka und Shiro abschließend im Hantei unter den oben genannten Aspekten.
- Zur Beurteilung der Techniken werden die Maßstäbe für die Punktvergabe der Turnierordnung Kumite herangezogen.
- Abwehr und Konter sollen bereits in einem realistischen Timing, ohne Zwischenpausen durchgeführt werden. (Alter berücksichtigen!)
- Atmung und Kiai sind Bestandteil der Karatetechnik und für die Wertung von großer Bedeutung.
Das Kampfgericht hat die Möglichkeit, auch jede Aktion getrennt zu bewerten (s. Jiyu-Ippon Kumite). Die Entscheidung hierüber fällt die Wettkampfleitung/KR-Referent vor dem Turnier.
Ansonsten gelten die Bestimmungen des Kumite Shiai.Zusatz:
Für Jiyu-Ippon Kumite und Kihon Ippon Kumite gilt im Turnierprogramm des DJKB der Grundsatz, dass Leistungsklasse (hier: Kyugrad u. Gürtelfarbe) Vorrang hat vor der Altersklasse.
Grundsätzlich sollen Wettkämpfer, unabhängig von ihrem Alter, nur in den Wettkampfdisziplinen starten, die sie gemäß ihrer Graduierung und den Anforderungen der Prüfungsordnung auch bereits beherrschen.
2. Das Hinzuziehen eines Kampfrichterobmanns (KRO) ist möglich, bei größeren Turnieren sollte der KRO die Einhaltung der Turnierordnung durch die Kampfrichter überwachen, er hat dann bei Kampfrichterbesprechungen Stimmrecht.
3. Der Kampfrichterreferent leitet den Einsatz der Kampfrichter und entscheidet in Zweifelsfällen und bei Protesten.
4. Proteste können nur dem Kampfrichterobmann oder der Wettkampfleitung/KR-Referent vorgetragen werden. Sie haben als einzige Personen das Recht, in den Kampf von außen einzugreifen.
5. Plazierung der Kampfrichter
Bei den Kumite-Wettbewerben steht der Hauptkampfrichter bei der Eröffnung des Kampfes mit dem Rücken zum Tisch der Listenführer.
Bei den Kata-Wettbewerben sitzt der Hauptkampfrichter
mit Blickrichtung auf den Listenführertisch.
| ai uchi | gleichzeitiger Angriff |
| aka | rot |
| aka (shiro) kara hajime | "Die rote (weiße) Seite beginnt !" (Kihon/Jiyu Ippon Kumite) |
| aka (shiro) no kachi | Sieg für Rot (Weiß) |
| aka (shiro) no kiken niyori | Aufgabe des Kampfes durch Rot (Weiß) |
| ato shibaraku | Ansage 30 Sekunden vor Ablauf der Kampfzeit |
| awazete ippon | "Ergibt einen ganzen Punkt!" |
| bunkai | Anwendung der Kata |
| chui | Verwarnung |
| deai | direktes Kontern eines Angriffs |
| enbusen | Schrittlinie der Kata |
| enchosen | Verlängerung, die erste positive Wertung siegt (sudden death) |
| hajime | "Fangt an !" |
| hansoku | Regelverstoß |
| hansoku chui | Verwarnung wegen Regelverstoß |
| hansoku make | Niederlage wegen Regelverstoß |
| hantei(-toremas) | Urteil - Aufforderung an die Seitenrichter zur Anzeige der Wertung |
| hayai | Anzeige, daß ein Angriff zuerst im Ziel war |
| hikiwake | unentschieden |
| ippon | ein ganzer Punkt |
| jogai | außerhalb der Kampffläche |
| kachi | Sieg |
| keri | Fußtechnik |
| kiken | Aufgabe |
| maai | falsche Distanz |
| make | Niederlage |
| mienai | Die Aktion/Technik ist nicht gesehen worden. |
| moto no ichi | Aufforderung, an die Startlinien zurück zu gehen |
| nakae | "Gehe zur Mitte !" (von außerhalb der Kampffläche) |
| nuketemasu | der Angriff verfehlte das Ziel |
| otagai ni rei | Gruß der Kämpfer untereinander |
| sai shiai | Verlängerung |
| sentei kata | ausgewählte Kata (mittlere Katagruppe) |
| shikkaku | Disqualifikation, Ausschluß vom Wettkampf |
| shinpan ni rei | Gruß zu den Kampfrichtern |
| shiro | weiß |
| shobu ippon | Sieg/Niederlage durch einen Punkt |
| shomen ni rei | Gruß zum Publikum |
| (fukushin) shugo | Besprechung der Kampfrichter |
| soremade | "Das ist Alles!" (Ende der Kampfzeit) |
| tokui kata | Spezialkata |
| torimasen | keine Wertung |
| tsuzukete | "Macht weiter!" |
| uketemasu | der Angriff war geblockt |
| waza ari | ein halber Punkt |
| yame | "Halt!" |
| zanshin | Aufmerksamkeit, Wachsamkeit |
Nach Beendigung des Kampfes zeigen die Seitenrichter auf das Kommando Hantei des Hauptkampfrichters mit der weißen und/oder roten Flagge ihre Entscheidung über den Ausgang des Kampfes an. Der Hauptkampfrichter trägt, genau wie die Seitenrichter, mit einer Stimme zur Entscheidung bei. Es entscheidet die Mehrheit, bei mehreren Möglichkeiten zur Entscheidung kann der Hauptkampfrichter seiner Stimme den Vorrang geben.In der nachfolgenden Tabelle sind die Entscheidungsmöglichkeiten des Hauptkampfrichters bei verschiedenen Möglichkeiten der Seitenrichter-Anzeigen dargestellt.
Es bedeuten dabei: S - shiro no kachi, A - aka no kachi, H - hikiwake.
| Anzeigen der Seitenkampfrichter | Entscheidungsmöglichkeit(en) des Hauptkampfrichters |
| S-S-S-S | shiro no kachi |
| S-S-S-H | shiro no kachi |
| S-S-S-A | shiro no kachi |
| S-S-H-H | shiro no kachi oder hikiwake |
| S-S-H-A | shiro no kachi oder hikiwake |
| S-S-A-A | shiro no kachi oder hikiwake oder aka no kachi |
| S-H-H-H | hikiwake |
| S-H-H-A | hikiwake |
| S-H-A-A | aka no kachi oder hikiwake |
| S-A-A-A | aka no kachi |
| A-H-H-H | hikiwake |
| A-A-S-S | aka no kachi oder hikiwake oder shiro no kachi |
| A-A-A-H | aka no kachi |
| A-A-A-A | aka no kachi |
Kumite Shiai :Kampffläche 8m x 8m, Startlinien der Kämpfer mit 3m Abstand
Kata Shiai, Flaggensystem :Kampffläche mindestens 8m x 8m, Startlinien der Kämpfer mit 3m Abstand
Kata-Shiai, Punktsystem:Kampffläche mindestens 8m x 8m, 4 oder 6 Seitenkampfrichter
Jiyu-Ippon Kumite und Kihon Ippon Kumite:Kampffläche 5m x 5m, Startlinien der Kämpfer mit 1m Abstand